The Atmosfear waren mir bereits vor der Veröffentlichung von „Lost Pain“ kein unbeschriebenes Blatt. Gerüchte über diese Band huschten schnell durch den Underground, und mit diesen Nachrichten auch die Art, ihrer Musik. Ja….mhhh, wie zum Geier könnte die Musik der Jungs beschrieben werden? Verdammt schwierig zu sagen, da sich ihre neue Scheibe aus etlichen (!) Stilen des Metals zusammensetzt, und somit viele Facetten an den Tag legt. Es ist allerdings interessant zu Sehen, wie sich schon allein die ersten paar Songs voneinander unterscheiden. Während der Opener „Warmachine“, dem Titel entsprechend, eine stinknormale Death-Metal Walze ist, ist schon „Devil Inside“ durch viele Melodikparts und krassem Gesang der direkte Gegenspieler des Eröffnungsstücks.
„…und durch die extreme und außergewöhnlich kranke Stimmleistung des Frontkeilers…“, steht in dem Beipackzettel geschrieben. Zutreffend, absolut zutreffend. Von Gekläffe, Clean, über Growls, bis hin zu ohrenbetäubenden Schreien und zu guter Letzt, Black-Metal Vox fährt Frontmann Olle Halsschneider (selbst der Name passt) viele der bekannten „Singmöglichkeiten“ auf. Höchst interessant ist ebenfalls der strukturelle Aufbau des Liedgutes. Durch die häufige Verwendung von Akustikgitarren während der Songs, erschaffen The Atmosfear selbst aus einem puren DM-Riff noch die pure Melancholie.
Nun, ich muss einfach einen Song herauspicken – „Elias – Der Herr“. Okay, entweder wollte man durch diesen Song die ganze Palette von Fantasy-Metal Bands verarschen, oder sie hatten Lust WIRKLICH etwas anderes zu machen. Beginnend durch „Chorgesang“ (der sich ein wenig wie auf dem Oktoberfest anhört), kurz darauf aber schnell in ein Death/Black Gemetzel umschweifend, zeigt dieser Song gut den angesprochenen Facettenreichtum auf, vor allem durch einen weiteren, ruhigen Midpart mit cleanem Gesang
Produktion passt, Abmischung passt. „Lost Pain“ ist nicht nur musikalisch etwas ganz Besonderes, auch das schön-gestaltete Booklet überzeugt. Nur die Erste und die letzte Seite wurde mit Texten bedruckt, den Rest ließ man weg, um, wie sie selbst so schön sagen, „Platz für Interpretationen“ zu lassen. Okay, akzeptiert. Das zweite Album von The Atmosfear ist ein interessantes Stück geworden, das sich Hörer aus verschiedensten Sparten des Metals ruhig mal zu Gemüte führen könnten.
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