Paul Speckmann – Ein Mann, ein Musiker, eine Ikone. Auch wenn ich mir sicher bin, dass der Großteil diesen Mann nicht einmal kennen wird, so hat er doch einen großen Einfluss auf den heutigen Death-Metal gehabt. Nach unzähligen Sideprojects und etlichem Mitwirken in anderen Bands kreierte der langbärtige Hühne schließlich seine Band Master, eine der ersten Old-School-Death Bands, die damals noch sehr von Punkelementen geprägt war. Die Eingebundenheit in dieser Formation hinderte ihn dennoch nicht daran, immer noch für unzählige Andere die Fäden im Hintergrund zu ziehen. Insbesondere deswegen ist es auch nicht verwunderlich, dass Speckmann den Meisten kein Begriff ist. Nur selten gelang sein Name in die Öffentlichkeit, oftmals bewegte er sich im Underground und verhalf diesem zu ansteigender Größe.
Er hat also eine eigene Biografie verdient, „Masterpieces“ ist sozusagen seine Audiobiografie. 16 Stücke, die die Entwicklungskurve von Speckmann von seinen ersten Projekten, bis hin zum neuesten Master-Stuff aufzeigen. Beginnend mit eher neuen Master Songs bewegt sich die Jahreszahl von Lied zu Lied stetig nach unten, bis wir im Jahre 1985 angekommen sind. Es wurde penibel darauf geachtet, die deutliche musikalische Steigerung zum Ausdruck zu bringen. Während die alten Lieder, beispielsweise von Solutions „Fatso“ noch sehr punkig-angehaucht ist, zeigen die Lieder von Martyr, Deathstrike oder Master, dass Herr Speckmann sich schon immer auf einen Death-Metal mit Old-School Touch fokusieren wollte. Eben das ist im auch famos gelungen, denn ein „Kill With Me“ oder „The Line Too Kill“ ist einfach nur nett anzuhören. Auch wenn die instrumentale Leistung nicht mit dem vergleichbar ist, was momentan so herumschwirrt, macht die Musik trotzdem Spaß - und das sollte der Hauptaspekt sein.
Es bleibt also abschließend zu sagen, dass Liebhaber von wirklichem Death-Metal der alten Schule hier beherzt zugreifen können. Für die Übriggebliebenen würde ich vor dem Kaufen erstmal Reinhören vorschlagen, safety first, es gefällt sicher nicht jedem! Beendet wird das Review mit einem Kommentar vom Meister himself: „This is a must for collectors of Underground Metal!" – Amen.
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