Vanden Plas ist ein Name, den man zumindest schon einmal gehört haben sollte, wenn man sich ein wenig mit der deutschen Progressivmusikszene der letzten Jahre auseinander gesetzt hat. Obwohl sie international nohc keine etablierte Größe sind, trotz ihrer inzwischen fünf Alben, kann man sie durchaus als in der selben Qualitätsliga wie etwa Dream Theater sehen.
Mehr noch, stellenweise übertrumpfen sie Dream Theater durch ihren Mut zum Understatement. Nicht, dass die Musik schlicht wäre, sie ist stellenweise Bombastisch, unter anderem dank vierzigköpfigem Chor und Orchester, sie ist einfach nicht so selbstzufrieden und effektheuchlerisch wie das Gefriemel um des Gefriemels Willen, dass manch Konkurrent ausspeit.
Simpel ist die Scheibe jedoch keineswegs. In der Karriere Vanden Plas' gab es immer eine Merkliche Steigerung der Progressivität und auch dieses Album, Christ 0, ist ein Höhepunkt was diese angeht. Struktur und Songwriting sind stets spannend gehalten, eben wie es sich für progressive Musk gehört.
Mal akustisch mal dumpf schrammelnd, stets aber irgndwie verspielt kommt das Gitarrenwerk daher, zusamen mit Keyboard webt es einen dichten Melodieteppich. Das Schlagzwug ist.
Ein ganz gutes Album also, vielleicht fehlt hier und da ein Highlight, aber es ist auf jeden Fall solider Progmetal.
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