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Alles, was in der Metal Welt Rang und Namen hat, trifft sich anfang August im sonst beschaulichen Dörflein Wacken - und so auch dieses Jahr. Vom 3. bis 6. schwärmten zehntausende Metallköpfe aus der ganzen Welt zusammen, um in Norddeutschland ihren Idolen zu huldigen, miteinander zu feiern und sich einfach abzuschiessen. Obwohl das Wetter dabei leider nicht mitspielte, es regnete fast durchgängig, sorgten die Veranstalter mit einigen Improvisationen doch für halbwegs befestigtes Festivalgelände.
Auf vier Bühnen heizten Künstler aller Welt die Meute an. Über das Gute, das Schlechte und das Hässliche der Auftritte berichten wir im Einzelnen (dg)
Tristania
Als Opener des diesjährigen Wacken Open Airs betraten Tristania pünktlich die Bühne und lieferten eine solide Show ab. Leider gab es doch einige Soundprobleme, so war der Gesang von Sängerin Vibeke oft viel zu leise und wurde von den Gitarren übertönt. Schade, denn eigentlich ist Tristania eine relativ gute Liveband.(bt)
Oomph!
Ich will nicht wissen, wieviele Metaller Oomph! gerne gekreuzigt hätten, aber der Band war es sichtlich egal - und den Leuten vor der Bühne auch. Da ich zu den Leuten gehöre, die nicht nur "Augen Auf" kennen, wollte ich mir Oomph! natürlich nicht entgehen lassen, bereut habe ich es nicht. Guter Sound und eine gute Bühnenshow waren vorhanden und die Liederauswahl bezog sich auf die komplette Karierre von Oomph!, so wurden alte Songs wie z.b." Feiert das Kreuz, Hast Du geglaubt" genauso gespielt wie Neue ("Augen Auf, Brennende Liebe"). Das Publikum war zum größten Teil gut drauf, nur einer hat sich in der 3 Reihe übergeben, der Rest feierte fröhlich ab. (bt)
Nightwish
Auch wenn sich viele über den Erfolg der Finnen aufregen, anschauen tun sie die Band doch,
anders läßt sich die Fülle an Publikum nicht erklären. Leider war es das beschissenste Nightwishkonzert, das ich je erlebt habe (und das waren erst 5). Das lag übrigens nicht an der Band sondern am Publikum. Jeder in den ersten Reihen wird wissen was ich meine, man hat wegen dem Gedrücke und Geschiebe von hinten nicht mehr viel vom Gig mitbekommen, selbst "In Flames" mit 25.000 Leuten brachten mir mehr Spaß.
Aber nun zu Nightwish, die Ansagen kamen zum größten Teil von Marco, der doch etwas weniger trinken sollte, der Sound war vorne sehr klar und gut gewesen. Die Songauswahl war über fast alle Alben gemischt gewesen und ist verdammt geil rübergekommen, ansonsten noch nette Lichteffekte und viel Pyros,Pyros,Pyros achja Pyros.... Saugeiler Gig auf jeden Fall, aber beim nächsten Mal stell ich mich mit 40mm Nieten in die 3 Reihe. (bt)
Dragonforce
Dragonforce traten früh am Samstag auf und lieferten zweifellos eine der energiereichsten Performances. Viel Rumgespringe, viel Gepose und eine perfekte Publikumsbeteiligung, das alles würde schon eine gute Show machen. Dazu kam aber das Technische, die Beherrschung der Instrumente. Wenn man es von den Alben her für möglich halten mag, dass das Ganze einfach beschleunigt wiedergegeben wird, so bewiesen die Jungs, dass sie ihre Finger an Tasten und Saiten tatsächlich so toll bewegen können.
Bei den Gitarristen gab es, was die Spielweise anging, zwar untereinander kleine Qualitätsunterschiede, da Herman nüchtern und virtuos, Sam hingegen Rotzebetrunken und chaotisch war. Die Folge der Biere: Ein kaputter Mikroständer, eine runtergefallene Gitarre, ein kaputtes Hemd. Und natürlich ein paar Schnitzer im Gitarrenspiel, welches allerdings am Alkoholpegel, der im übrigen nicht nur gespielt war, wie ein kurzes Gespräch nach der Show zeigte, gemessen, höchstbeeindruckend war.
Soundtechnisch war alles in bester Ordung, die Auswahl der Lieder bot, mit Ausnahme eines langsameren Stückes, nur Kracher. Sänger ZP Theart bewegte das Publikum zum Mitsingen und reichlichem Gehüpfe. In meinen Augen eins der Highlights des Festivals. Ein Interview folgt. (dg)
Teräsbetoni
Die Mannen von Teräsbetoni sind in ihrer finnischen Heimat ganz groß, hierzulande noch ein Geheimtip, weshalb sie auch nur auf die kleine Zeltstage durften. Was nichts daran änderte, dass sie einen großartigen Auftritt hinlegten. In traditionell Manowariger Kluft kamen sie auf die Bühne, spielten ihre Hymnen und siegten. Wenn man die ganze Angelegenheit und die Musik mit einem Augenzwinkern betrachtet, ist sie einfach ein Stimmungskracher, trotz entblösster Hühnerbrust und lächerlichen Posen. (dg)
Suidakra
Suidakra rocken das Zelt, keine Ahnung, ob es gerade am Regenschauer lag, aber das Zelt war hoffnungslos überfüllt. Aber egal, Suidakra lieferte einen 1a Gig ab und sie haben zur meiner Freude "The Well Of Might" gespielt. Dazu kamen noch "Pendragon´s Fall, Gates Of Nevermore, Reap The Storm, Darkane Times, Wartunes, The Alliance und A Vision´s Demise". Das Publikum war gut drauf und feierte gnadenlos ab, Daumen hoch für Suidakra (bt)
Ensiferum
Für ein Open Air wurde die Luft wirklich knapp, als man sich am Freitagnachmittag zahlreich versammelte, um die Wikinger von Ensiferum zu bestaunen. Natürlich flogen wider dem Matsch etliche Menschenkörper, sowie Finnlandflaggen und gehörnte Helme durch die Luft während man sich durch Schunkeln, Bangen oder beidem den Hymen hingab. Dies war an sich gar nicht so einfach, denn der schwarzweiß-gefleckte Kuh-Cowboyhut, den Frontmann Petri auf seinem Schädel trug, irritierte da doch schon etwas. Nichts desto Trotz gab es alle Gassenhauer der beiden Alben von "Windrider" und dem "Battle Song" bis hin zu "Lai Lai Hei", so dass es vor der Partystage brodelte und alle zufrieden gestellt worden sein dürften. (fs)
Machine Head
"Machine, Machine, Machine Fucking Head" vernahm man am Freitag Abend vor der Blackstage, die kamen dann auch und ließen heftig die Köpfe kreisen. Das sie wieder ihre alte Stärke besitzen, haben sie bereits auf der letzten Livetour bewiesen, aber die Sprüche waren echt etwas einfältig. Nach dem 5 mal "Fuck Yeahs!”, “Wacken! FUCK YEAH!” und “Prost!! Fuck Yeah! Fucking Prost Wacken!" ging es doch schon auf die Nerven. Die Playlist war komplett auf Hits ("The Blood, The Sweat, The Tears, Davidian, Imperium") ausgelegt, was vielen Headbangern wegen zunehmenden Alkoholgenusses sicherlich egal war. Die Fans feierten jeden Songs hemmunglos ab, Party Pur möchte ich mal sagen. Besonders als sie am Ende noch anfingen "Creeping Death, Walk und The Trooper" zu covern war keiner mehr zu halten.. So geil habe ich schon lange nicht mehr gebangt und irgendwie freue ich mich schon auf die nächste Livetour. (bt)
Apocalyptica
Es war nicht das erste Mal, dass ich diese Band live sah, und so ging ich mit ganz guten Erwartungen zu ihrem Gig, da sie bei den letzten Auftritten stets energisch und toll gespielt hatten. Diesmal konnte ich leider nicht mitgerissen werden auch nur bei "Creeping Death" mitzusingen. Das lag zum Einen wohl daran, dass ich noch verkatert war, leider aber zu einem wahrscheinlich grösserem Teil, denn so verkatert war ich nicht, an der Band selbst. Sie wirkte einfach nicht bei der Sache. Klar, Perrtu rammelte sein Cello wie er es immer tut, aber irgendwie schien es ihnen keinen echten Spaß zu machen. Obwohl sie im Prinzip alle "wichtigen" Lieder ihrer Karriere spielten, und das ganz makellos, ging der Funken auch auf den Rest des Publikums nicht wirklich über. Das Schlimmste, was eine Band tun kann, ist sich anmerken zu lassen, dass sie auf das Konzert eigentlich keine Lust hat. Das ehemalig feste und jetzt teilzeitige Bandmitglied Antero Manninen saß gelangweilt und reglos auf seinem Hocker , Sonnenbrille an, ohne Ausdruck auf dem Gesicht. Was er sich da wohl gedacht hat? "Wieso mach ich den Scheiß hier überhaupt? Ach ja, wegen dem Geld. Das Lahti Symphonie Orchester bezahlt mich bei Weitem nicht so gut. Und den Gefallen bin ich meinen Jungs eh schuldig. Wie lang geht dieses Konzert noch?" So etwas darf einfach nicht sein und es verdirbt einem die Stimmung, egal wie gut die Instrumente beherrscht werden. (dg)
Corvus Corax & Orchester
Kulturprogramm in Wacken, wer hätte das gedacht? Doch wer an diesem Abend ein Orff'sches "O Fortuna" oder ein, spätestens durch die Mittelalter-Rocker von "In Extremo" bekannten "Totus Floreo" erwartete, wurde leider enttäuscht, denn schon im Vorfeld gab die mittlerweile schon seit 16 Jahren bestehende Formation Corvus Corax bekannt, dass sie planten, ihre ganz eigene Komposition der mittelalterlichen Trink-, Minne- und Vagantenlieder unter dem Titel "Cantus Buranus" unter das Volk zu bringen. Um das zu ermöglichen, karrten die acht Spielmannen neben einem ganzen Orchester samt Chor und einem Sack voll fast schon vergessenen Instrumentariums etliche Gastmusiker auf die Wackener Freilichtbühne. Und offensichtlich war diese spezielle Adaption des Liedgutes aus dem 13. Jahrhundert auch 800 Jahre später ein voller Erfolg und regte wohl auch den einen oder anderen zum Tanzen an. Keinen geringen Anteil daran trug wohl der recht saubere Klang, welcher sich bei Livedarbietungen diesen Ausmaßes nicht immer leicht einzufangen gestaltet. Auf jeden Fall bereitete dieser Ausflug ein Riesenspaß. (fs)
Sonata Arctica
Obwohl Sonata Arctica nicht überraschen konnten, gelang es ihnen durchaus, eine gute und solide Show abzulegen. Das Publikum wurde gut mit einbezogen und sang auch begeistert mit, leider konnte ich das gewisse Etwas bei diesem Gig nicht finden, was schade ist, da mir die neue CD von den Jungs immer sehr zusagt. Soundtechnisch war alles in Ordnung, musikalisch gesehen gab es auch keine groben Schnitzer zu erkennen, man hätte einfach mehr draus machen können. Hinsichtlich der Songauswahl, stand bei diesem Mal jedenfalls die "Winterheart's Guild" Scheibe etwas im Vordergrund (The Cage, Victoria's Secret, usw.). Ein witziger Punkt noch, keine Ahnung ob es Show war oder nicht, auf jeden Fall erntete es massiv Lacher: Trotz der frühen Stunde und der Sonne sprach Tony Kakko wiederholt von "Tonight", verbesserte sich jedes mal aber wieder mit einigen Flüchen zu "ToDAY".(dg)
Overkill
Dieses Jahr wieder mit am Start, waren die alten Herren von Overkill. Einer der Thrash Metal Urgesteine schlechthin. Da die Jungs ja eigentlich immer gerne gute Stimmung auf der Bühne machen, ging ich auch auf diesen Auftritt mit guten Erwartungen hin und ich wurde nicht enttäuscht.
Bobby "Blitz" und Co. präsentierten einr durchaus oldschool-lastige Setlist mit Songs wie: "Hello From The Gutter, In Union We Stand, Elimination,Time To Kill, Fuck You" etc.
Natürlich waren auch aktuellere Songs von den Alben Bloodletting und Relixiv vertreten, die ebenfalls gut ankamen. Herr "Blitz" wurde seinem Namen wie immer gerecht und sauste auch wie einer auf der Bühne rum, bangt da auch wie gewohnt nach kurzer Zeit mit freiem Oberkörper in der Gegend umher (zur Freude der weiblichen Fans *g*).
Ich bin immer wieder erstaunt, wie fit Bobby doch noch ist, der Junge hat kein Gramm Fett auf den Rippen und ist flink wie ein Wiesel. Soundtechnisch war Overkill 1A, ein glasklarer Sound wie es sich gehört, jedes Instrument heraushörbar und die Lautstärke war auch vollkommen zufriedenstellend.
Was die Zuschauer und Zuhörer betraf - sie waren begeistert von Overkill. Es wurde lauthals im Chor gesungen und gefeiert wurden sie auch - und das nicht zu knapp. Mit "Overkill, Overkill, Overkill" Rufen wurde die Band von der hungrigen Meute angespornt.
Ich hoffe mal, dass die Jungs von Overkill uns noch lange erhalten bleiben werden, bei soviel Spielfreude, macht das uns gleich vielmehr Spaß von Overkill zu berichten. See You On The Next Gig, OVERKILL! (st)
Kreator
Der nächste hochkarätige Thrash Metal Akt dieses Jahre waren die Herren von Kreator.
Der erste positive Aspekt überhaupt war: Kein Regen!
Auch wenn ich die Jungs von Kreator schon des öfteren live gesehen habe, musste ich sie mir trotzdem wieder anschauen.
Da die Ruhrpott Thrasher desto trotz live immer wieder eine Macht sind.
Also ging es auch pünktlich los auf der Black Stage, mit Songs von ihrem aktuellen Longplayer "Enemy Of God".
Gespielt wurden Songs wie der gleichnamige Track oder "Suicide Terrorist".
Natürlich kamen auch alte Songs nicht zu kurz, z.B. "Extreme Aggression", "Pleasure To Kill", "Tormentor", People Of The Lie"... .
Ganz amüsant waren auch Milles englische Ansagen, man könnte meinen, dass Mille noch immer etwas Lampenfieber hat, weil seine
Ansagen etwas gestammelt rüberkamen.
Aber Respekt an die Jungs, sie haben dem Toten auf dem W:O:A Festival das Lied "Flag Of Hate" gewidmet haben, soweit ich weiß sogar als einzige Band.
auf dem Open Air. Soundtechnisch war Kreator 1A, wie gewohnt. Die Fans waren ebenfalls sehr guter Laune, was man bei den Songansagen auch merkte.
Kreator lieferten auch dieses Jahr eine seriösen Auftritt auf dem Wacken Open Air und waren, wie immer, ein gerngesehener Gast bei den Fans. (st)
Naglfar
Früh aufstehen, hieß es für diejenigen, die Naglfar sehen wollten und da ich mit den netten Herren später noch einen Interview Termin hatte, kroch ich so gegen 10 Uhr aus meinem durchnäßten Zelt, frühstückte nahrhafte Ravioli aus der Dose (kalt) und machte mich dann auch schon auf den Weg zum Festivalgelände, für den man von unserem Platz aus ca eine halbe Stunde brauchte. Das alles und auch der Regen trugen nicht gerade dazu bei, meine Laune auf ein fröhliches Niveau zu heben, was sich aber um 11 Uhr ändern sollte, denn pünktlich starteten Naglfar und mitten in der Menge wurde einem doch gleich wärmer. Auch wenn der Gitarrensound leider nicht so berauschend war (man hörte kaum welche), bangte die Menge und feierte eine Band, die ihre Songs gelassen und mit Präzision darbot, wobei die Bühnenshow allerdings ein wenig zu kurz kam. Nichtsdestotrotz waren Naglfar ein gelungener Start in den Tag. (ao)
Dissection
Frozen in Wacken. Bei diesem Wetter gar nicht so unwarscheinlich, aber wenigstens hatte es mittlerweile aufgehört zu regnen, als ich mich vor die Black Stage begab, die ihren Namen bei der nun folgenden Band zu recht trägt. Endlich kehrte Jon Nödtveidt an den Ort zurück, wo sein Erfolg vor seiner Verhaftung richtig begann, mit komplett neuem Lineup zwar, aber das fiel nicht weiter auf. Performed wurden Klassiker wie Night's Blood, Where Dead Angels Lie, aber auch neue Tracks, wie das bereits als Single erhältliche Maha Kali. Die Menge feierte Dissection, zu Recht, der einzige Mangel, war wohl die Zeit, zu der Dissection eingeteilt waren. Nächstes mal bitte im Dunkeln. (ao)
Finntroll
Humppa! Finntroll sind ja mittlerweile mit alles und jedem auf Tour und man mußte als Konzertgänger schon aufpassen, wenn man sie dieses Jahr NICHT sehen wollte. Trotzdem war es vor der Stage voll und mit Finntroll startete auch die Menge. Es wurde gebangt, getanzt, gepogt und gecrowdsurft. Das alles, obwohl die Band selbst eine, für ihre Ansprüche, nur mittelmäßige Performance hinlegte, was eventuell auf den Alkoholpegel der Bandmitglieder zurückzuführen war. Nichtsdestotrotz gab es bei Finntroll die wohl größte Party vor den Bühnen, gerade bei Klassikern wie Jaktens Tid oder Trollhammaren schien die Menge fast lauter als die Band zu sein. (ao)
Accept
Am Samstagabend, gegen 22:15 Uhr ging es auf der True Metal Stage noch einmal richtig zur Sache. Nach einer etwas unglücklichen "Award Verleihung" an das deutsche Urgestein Accept, gaben sie sich in diesem Jahre wiedervereint mit Udo Dirkschneider am Mikro die Ehre. Udo und seine Jungs brachten ihre Spielfreude und ihre Energie an alle, die das so genannte Comeback von Accept mit ihnen feierten.
"Starlight" war ihr erstes Stück. Bekannte Lieder wie z.B. "Metal Heart", "Breaker" sowie "Love Child" waren natürlich auch dabei. Trotz Regen, Wind und Matsch feierten die Fans, die sich diesen Auftritt nicht entgehen lassen haben, ganz beachtlich mit. Einen krönenden Abschluss zeigten Sie mit "Rebel" und "Balls to the Walls".
Mit einem kleinen Feuerwerk und einer Pyroshow bedankte und verabschiedete sich die Truppe von den jubelnden Fans. (hj)
Obituary
16:50 Uhr, Blackstage, es schüttet (mal wieder) wie aus Eimern und das fast zeitgleich mit dem Beginn der amerikanischen Death Metal Band Obituary. Neben dem prasselnden Regen auf den diversen Regencapes hörte man, dass sie mit dem Intro der neuen Scheibe "Frozen In Time", "Redneck Stomp", anfingen. Frontmann John Tardy gröhlte trotz des miesen Wetters, wie man es von ihm erwartet hatte. Der nächste Song war ebenfalls einer der neuen Tracks, "Frozen In Time". Aber die Truppe brachte natürlich auch ältere Sachen, wie beispielsweise "Threatening Skies" oder "Slowly We Rot", wo man doch merkte, dass der Bassist ein wenig neben seinen Saiten lag. Aber die Fans ließen sich die Laune durch das miese Wetter nicht verderben und moshten trotz allem zu dem guten Sound mit. (hj)
Torfrock
Eine schwere Entscheidung bot sich einem am Samstagabend.
Schaute man die die Kult Rocker von Torfrock an oder geht man zum letzten Konzert von Sentenced??
Ich, für meinen Teil, habe mich für die norddeutschen Jungs entschieden. Sie fingen gleich mit den rockigen Sachen an, wie Presslufthammer - Bernhard, Lieder über Rollo den Wikinger und Renate genauso über "den wahren Odin", nicht in Vergleich zu bringen mit dem Nationalsozialismus, wie Sänger Klaus den Fans beteuerte.
Nichtsdestotrotz heizten die Bagaluten mit ihrer Spielfreude den fast durchgeweichten Fans ganz gut ein, sodass sich zu den Klassikern doch noch eine gewisse Mitgröhlstimmung aufbaute. Ein zwar nasser, aber gelungener Abgang von Torfrock auf dem W:O:A. (hj)
Sentenced
Als letztes Deutschlandkonzert waren Sentenced auf meiner Running Order dick makiert, nachdem ich mich durch den Matsch nach vorne gekämpft hatte, ertönten auch schon die ersten Klänge. Naja, diese Klänge waren dicke Regentropfen, aber als während des Regengusses "When Water Falls Frozen" erklang war mir der Regen eigentlich egal. Was passt besser zu Sentenced als Regen, leider räumten so einige Fans wegen der Nässe das Feld. Die nächste Stunde war zum größten Teil vom "Funeral"- Album geprägt, aber auch einige ältere Songs wie "Nepenthe" wurden vorgetragen. Zwar fehlten mir einige Songs, aber das Publikum feierte Sentenced hemmunglos ab und die Band dankte es mit 200% Einsatz. Die depressiven Soli von Sami oder der starke Gesang von Ville, wovon mir mehr einer abging, das weiß ich nicht mehr. Für mich war dieser Gig der Beste auf dem kompletten Festival und ich werde ihn sicherlich nicht vergessen, dass einzige Negative war die fehlende Zugabe nach "At The End Of The Road". (bt)
Edguy
Am spektakulärsten haben ihren Auftritt an diesem Tag wohl Edguy gestaltet. Nachdem der Wacken Staff das Publikum zweimal um Verständnis dafür bat, dass zwar alles aufgebaut sei, die Band aber noch auf sich warten ließe, konnte man vom Zuschauerraum schon einen Helikopter wenige Runden über die Truemetal Stage kreisen und kurz darauf dicht daneben landen sehen. Wie sollte es auch anders sein, Tobias Sammet und seine Mitstreiter wurden, natürlich per Kamera auf der Videowand eingefangen, standesgemäß auf die Bühne geleitet. Edguy gaben zwar vor im Stau gestanden zu haben, aber das dürften wohl nur wenige geglaubt haben, allein schon wegen dem Bandnamen am Unterboden des Fliegers - aber nichts desto trotz ließen die 5 Jungs nichts anbrennen. Von Klassikern wie "Babylon" über "Tears of a Mandrake" bis hin zum neueren Material mit "Lavatory Love Machine" und "King Of Fools" heitzen Edguy den Fans in ihrer eigenen Art ganz schön ein. Selbst der modisch an Geschmacksverirrung leidende Tobi zeigte sich solidarisch zu den im strömenden Regen stehenden Fans, kippte sich promt eine Flasche Wasser über sein Haupt und erklomm wenig später das Gerüst der Bühne, so dass die Leute unten um sein Wohl ins schwitzen kamen. Alles in allem spielten Edguy einen guten Gig - einziges Manko war vielleicht die übertriebe Webung für die neue EP namens "Superheroes", die übrigens am 05.09. in die Läden kommt. Die Stimmung wurde aber durch nichts verdorben - und das soll schon was heißen. (fs)
Unsere Bildergallery
Article by: Bolli
Article Date: 06.9.2005 |
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