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 Ensiferum, Graveworm.,, - 05.04.05 - Rockfabrik Ludwigsburg - Konzert [Comments] |
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Die Rockfabrik lud an diesem Dienstagabend zu einem ganz speziellen Konzert ein, denn Graveworm und Ensiferum sollten den Club 2 der RoFa zum Kochen bringen. Mit dabei waren mal wieder Debauchery und die Power-Metaller von Communic. Wie in der RoFa jedoch üblich, änderte sich die gesamte Running Order wieder, da Graveworm und Ensiferum am nächsten Tag in Berlin spielen mussten und somit keine Lust hatten, so „spät“ zu spielen. Aus diesem Grund sollten Debauchery entweder gar nicht, oder als Rausschmeisser spielen. Gesagt getan. Danach sah die Running Order also wiefolgt aus:
Debauchery
Ensiferum
Graveworm
Communic
Der Abend wurde also von den norwegischen Power/Epic-Metallern Communic eröffnet. Zu diesem Zeitpunkt war der Club 2 bereits sehr gut gefüllt, weshalb die Meute auch fleißig bei den Motivationsspielchen der Band mitmachte. Gespielt wurden vorzüglich Songs ihres neuen Albums “Conspiracy In Mind“, dass bereits schon sehr gute Kritiken abgesahnt hat. Und auch ich erfreute mich an dem spritzigen Sound der Norweger, Sänger Oddleif besitzt ein sehr klares und präzises Organ, dass sowohl melodische Parts, als auch härterer Passagen gekonnt ausdrücken kann. Einen klaren Pluspunkt bekommt die Band wegen dem Sessionkeyboarder, der sich das Hirn aus dem Schädel bangte und gegen Ende des Konzertes sogar beinahe sein Keyboard umgerissen hätte….sehr cooler Mann. Den Leuten hat es mindestens genauso gut gefallen wie mir, deshalb bekam die Band auch nach jedem Lied einen verdienten Applaus der Meute. Ein Auftritt, der als Warmmacher für diesen Abend wie geschaffen war.
Communic:
Das erste Highlight des Abends sollte als Nächstes anstehen, Graveworm. Es war schon eine geraume Zeit her, als sich die Südtiroler das letzte Mal in Ludwigsburg haben blicken lassen. Schon bevor der Auftritt eigentlich begonnen hatte, merkte man die Band ihre unbändige Lust aufs Spielen an. Als der Gig dann endlich beginnen konnte, ließ sich die Meute nicht mehr halten und rastete komplett aus. Man sah nur noch Haare, Arme und Köpfe „fliegen“, wie auch nicht anders zu erwarten. Graveworm legten ein tadelloses Stageacting an den Tag, die gesamte Band fast ständig bangte im Propeller, welcher Fan kann sich da noch halten? Die Setlist bestand sowohl aus Songs ältere Alben, als auch Lieder von “Engraved In Black“ oder dem neuen Werk “(N)Utopia“. Dabei vergaßen die Südtiroler natürlich auch nicht ihre obligatorische Coverversion, die Frontmann Stefan großzügig das Publikum entscheiden ließ…die Wahl viel auf „Fear Of The Dark“. Bis dato war es ein makelloser Auftritt der Dark-Metaller, bis ein kleines Unglück geschah. Nach ca. der Hälfte des Songs fiel plötzlich das Mikrofon von Stefan aus, der erstmal sehr verwundert aus der Wäsche schaute. Auch nach mehrmaligem Probieren ging es immer noch nicht, in dieser Zeit übernahm das Publikum einfach seinen Gesangspart. Seine unglückliche Situation wurde erst beendet, als ein Roadie auf die Bühne stürmte und sein Mikrokabel wieder einsteckte…der Gig konnte weitergehen. Während dieser Zeit verhielt sich die Band sehr professionell und verlor nicht die Nerven, die Routine war hier erkennbar. Ca. 1 ½ h wurden die Fans vom Sound der Südtiroler maltretiert…oder sollte ich lieber sagen, ihre Nackenmuskulatur? Auf alle Fälle war mir nach dem Auftritt des Sextetts schon klar, dass dies mit Abstand der beste Auftritt des Abends sein wird. Noch war der Abend aber nicht vorbei…Ensiferum sollten folgen…
Graveworm:
Humppa/Folk-Action war angesagt. Die Ensiferum Rufe im Publikum wurden immer lauter, die Jungs und das Mädel ließen sich dennoch gehörig Zeit, bis sie die Bühne endlich enterten. Selbstredend war man gewohnt leicht bekleidet, mit Warpaint und Stoffarmbändern bewafffnet, begann man seinen Auftritt. Gespielt wurden natürlich Lieder beider Alben “Ensiferum“ und “Iron“. dabei zeigten sich auch Ensiferum in bester Spiellaune. Ab und zu neckten sich die Bandmitglieder auf der Bühne sogar selbst, wenn eben mal ein Finger vom Gitarrist seinen Weg auf die Tasten vom Keyboard findet, usw. Ich muss jedoch sagen, dass mir der Gig der Finnen nach einer bestimmten Zeit nur noch auf die Nerven ging. Es hörte sich alles schlicht zu gleich an, ich hatte die Band schon weitaus besser live gesehen. Hier hatten wir auch das erste Mal das Problem, dass der Sound teilweise etwas breiig klang und auch die Mikrofone von Bassist und Gitarrist streckenweise so leise gestellt waren, dass man ihren Gesang nicht wirklich verstand. Vielleicht bin ich auch nur negativ eingestellt, dem Publikum zumindest hat es anscheinend gut gefallen, auch wenn weniger Leute als bei Graveworm abgegangen sind. Auch hier war nach eineinhalb Stunden Zapfensteich, die von dem Publikum geforderten Zugaben wurden noch großzügig gespielt, dann war man am Ende angelangt.
Ensiferum:
Debauchery hatten ein scheiss Los für diesen Abend gezogen. Nachdem die Auftritte von Graveworm und Ensiferum zu Ende waren, verschwanden nänlich ca. 80% der Leute nach Hause, weshalb vielleicht noch 30 Leute anwesend waren, um die Stuttgarter Deather anzuschauen. Ich für meinen Teil habe die Band schon so oft gesehen, dass ich wusste, was mich erwarten würde. Doch bevor der Auftritt überhaupt beginnen konnte, musste die Band ihre gesamte Back-Line aufbauen, da die anderen Bands ja zusammenpackten und verschwanden. Nach einer Umbauphase von guten 30 Mins begann der Gig typisch mit „Blood For The Blood God“. „Chainsaw Masturbation“, „Devourer Of Worlds“, „I Will Rape And Murder“, „War Is Coming“ etc, pp sollten folgen. Die Lieder wurden teilweise sogar verkürzt, man merkte also deutlich, dass die Band keine wirkliche Lust hatte, verständlicherweise. Nach nicht einmal 45 Minuten war ihr Auftritt schon zu Ende und man muss sagen, dass sie diesen Gig vielleicht besser nicht gespielt hätten, denn das habe ich schon um Längen besser erlebt…
Pics taken by Beherit
Article by: d00m
Article Date: 09.4.2005 |
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