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Himmel Open Air Festivalbericht - Festival [Comments]



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Freitag: Nach ca. 2 Stunden Fahrt durch viele Hessische Dörfer waren wir endlich in Schauenburg/Hoof beim Himmel Open Air Gelände angekommen. Der erste Blick auf die Bühne enttäuschte allerdings, denn die sah von außen wirklich klitzeklein aus. Aber davon ließen wir uns nicht entmutigen. Als erstes bauten wir (Slayer, Injured, Patrick und meine Wenigkeit) unsere drei Zelte auf und schlenderten über das kleine Festival Gelände. Als dann die ersten Metal Stände aufmachten gingen wir sogleich hin und fanden Death Shirts für 7,50 Euro (!!!), aber leider nur zwei von diesen. Und am schlimmsten war, dass mir Patrick und Injured beim Kauf zuvor kamen und ich somit leer ausging. Los ging es dann am Freitag mit der Band Havoc welche uns aber nicht sonderlich interessierte und wir sie daher auch nicht angeschaut haben. Danach kamen dann My Cold Embrace dran, welche wir uns als Einstand auch kurz anschauten. Allerdings waren die Jungs meiner Meinung nach nicht wirklich begeisternd. Umso mehr der Tag dann voran schritt, umso mehr freute ich mich auf den Freitags Headliner Burden Of Grief. Vorher hieß es für uns aber erst einmal Battlesword, auf die ich mich, zu Recht, auch sehr gefreut habe. Zwar denkt man, wenn man die Jungs der Band zum ersten :al sieht, kaum das sie Death Metal im Style von Amon Amarth spielen, aber Aussehen ist ja bekanntlich nicht alles. Battlesword rockten jedenfalls super und machten auch eine recht ordentliche Stimmung. Der Bassist ist des Öfteren durch das Publikum gerast und war auch bei den anderen Bands immer vorne dabei. Gespielt wurden fast das gesamte aktuelle (und einzige) Album "Failing In Triumph". Anstatt das man die Stimmung genutzt hätte und direkt mit Burden Of Grief weitergeknüppelt hätte, wurden leider noch Metal Gods dazwischen geschoben. Das einzig "gute" an der Judas Priest Cover Band war, dass deren Frontmann genauso schwul aussieht wie Rob Halford. Das war aber schon alles, dieses Gequieke haben wir uns lieber nicht angehört.

Danach war es dann endlich Burden Of Grief Zeit!!! Die Jungs sind Live wirklich eine Macht. Überall wurde nur noch gebangt. Die Stimmung war grandios und es hat einfach riesen Spass gemacht in der ersten Reihe zu stehen. Gespielt wurden hauptsächlich Songs des neuen Albums "Fields Of Salvation", und natürlich die beiden Cover "Aces High" und "Master Of Puppets". Als der Gig dann nach ca. 1 ½ Stunden zuende war, waren so ziemlich alle Anwesenden mehr als zufrieden aber auch fix und fertig.
Ich wäre beim Gang zurück zum Zelt fast umgefallen, headbangen ist doch schlimmer als Alkohol! Als wir am Zelt zurück waren ging der Spaß dann erst richtig los, denn dann haben wir erst einmal mit Bombadil und seinen Kumpels gesoffen. Als so ca. um 4 Uhr Bombadil hacke dicht war (*g*) beschlossen wir dann noch einmal zum Biergarten zu schlendern. Vorher haben wir noch beschlossen, dass Burzum toll ist und wir True NSBMler sind (jaja der Alkohol). Das machten wir dann auch lauthals kund. Jeden Menschen den wir noch getroffen haben begrüßten wir mit einem Lauthalsen "Buuurzum". Um 6.00 Uhr wären wir dann dafür fast noch verprügelt worden, da einige das sehr ernst nahmen. ;)

Kurz nach 6 legten wir uns dann ins Zelt um doch noch ein bisschen Schlaf zu erhaschen, aber leider stand um 8 Uhr schon wieder ein ziemlich komisch aussehender "DJ Bomba" neben unseren Zelt und spielte uns Burzum von Tape vor. Samstag: Als wir dann etwas später alle wach waren, hieß es erst einmal Grill anschmeißen und True Heavy Metal Essen brutzeln. Immer wieder wurde ich großzügiger Weise darauf aufmerksam gemacht, dass ich ja kein Death Shirt besitze und auch nicht nach Wacken fahre. Um kurz nach 12 Uhr fingen dann Uncut Despite in der prallen Mittagsonne an ihre wirklich eigenartige Mischung aus Grind, Death & Karnevalsgeräuschen zu spielen. Sie waren wirklich gar nicht schlecht aber die bereits eben komischen Geräusche in Mitte der meisten Lieder machten einige gute Songs kaputt. Danach ging es weiter mit den Deathlern von Hexenhammer, und ich muss sagen als Vorband von Vader haben sie mir in Paderborn besser gefallen. Aber vielleicht lag es auch an der Tageszeit? Anschließend haben wir uns noch Abaddon angehört welche Black/Gothic Metal spielten. Hat mir ehrlich gesagt auch ganz gut gefallen. Die nächsten 4 Bands haben wir nur bruchstückhaft von unserem Zelt aus gehört. Pünktlich zu Guerrilla (oder "Gorilla" wie der Fachmann sagt) sind wir natürlich wieder zur Bühne gewandert, und das war beiweilen kein Fehler denn Guerrilla rockten die Himmel Wiese. Die Bandmitglieder waren sehr sympatisch, da sie sehr oft mit dem Publikum interagiert haben und auch ansonsten viel Scheiss machten. Die Band kann man Live nur weiterempfehlen. Mit Symphorce habe ich mir als einzige Powermetal Band angesehen. Symphorce ist übrigens die zweite Band des Brainstorm Frontmanns Andy. Dementsprechend hörten sie sich auch ähnlich an, rissen mich aber nicht ganz so vom Hocker. Aber trotzdem spielten sie einen netten Gig und begeisterten das Publikum. Um kurz vor 11 Uhr begannen dann die Samstagsheadliner Hate Squad zu spielen. Obwohl ich sie noch nie zuvor gehört hatte, begann ich gleich beim ersten Song kräftig mit zu bangen. Der Sound war wirklich 1A und auch die Band verstand ihr Handwerk. Der einzige Nachteil war, dass bei einigen Songs die Gitarristen mitgröhlten, und das hörte sich wirklich nicht im Entferntesten so toll an wie der richtige Sänger. Nach Hate Squad begaben wir uns dann glücklich aber mitgenommen zurück in unser Zelt und genossen den Schlaf... ;)

Fazit: Das Himmel Open Air war zwar ein recht kleines aber auch recht geiles Festival. Es ging sehr familiär zu und auch die Bandauswahl war super. Ein Extra Lob geht hiermit nocheinmal an die Organisatoren, da sie wirklich nix anbrennen ließen. Sound, Camping, Catering, alles war super organisiert. Nächstes Jahr werde ich bestimmt wieder dabei sein. Bis dahin Grüße an alle Bands und Besucher des Himmel Open Airs.

Article by: Deadfall
Article Date: 03.8.2004









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